Wie kam man zum Schluss der Unheilbarkeit?
Psychiatrische Therapie ist ja nur eine Lösung, mittlerweile gibt es noch Medikamente, Hormone und wahrscheinlich sogar andere Lösungsansätze
3 Antworten
Man kommt zu dem Schluss der Unheilbarkeit, wenn bisherige Ansätze – Therapien, Medikamente, andere Behandlungsverfahren – keine nachhaltige Besserung bewirken konnten. Bei mir persönlich war es so, dass nichts entscheidend geholfen hat, auch nicht über Jahre hinweg.
Mein Zustand ließ sich durch nichts verändern, und ich kenne auch keinen „Normalzustand“, zu dem ich zurückkehren könnte.
Letzteres ist der Hauptpunkt weswegen aktuell man einfach nichts machen kann.
Naja, jetzt hab ich schon so viel geschrieben, also vollständigkeitshalber... es gibt in dem Bereich 3 substanzielle Sachen, einmal christliche Kontemplation (Haus Gries, 10-tägige Schweigeexerzitien), buddhistische Meditation (Zen-Sesshins, Vipassana (das ist das Härteste)), und jetzt die Yogasachen von Sadhguru (Inner Engineering -> Kriya Yoga). Einfach, dass Du es mal gehört hast. Wenn Du was ausprobieren möchtest, aber jetzt nicht weggehen und einen Kurs machen willst, kannst Du das Inner Engineering von zuhause aus machen, da lernst dann auch eine Übung, wenn man die jeden Tag macht kann da viel passieren).
Ok, soweit von mir.
Hat nichts mit Glaube zu tun (das meinen wir nur vom traditionellen Christentum her), gerade die Yogakultur ist rein technisch. Man betet ja nicht dafür, dass das Auto anspringt. Wenn die Technologie gut ist, dann springt es an und fährt einen.
"Wird in der spirituellen Literatur öfter so bestätigt"
Der Glaube an die Spiritualität.
Und ich habe auch keine Dämonen.
Wie gesagt ich glaube nicht an Spiritualität
Nein, das meinte ich doch nicht, das war einfach die Sprache eines Mönchs 500 n.Chr.
Es gibt Zweifler und es gibt Skeptiker. Ein Zweifler lehnt von vornherein ab, ein Skeptiker prüft es.
Das bedeutet also quasi, dass es sich hierbei um eine Selbsteinschätzung handelt und die Depression nicht offiziell als unheilbar "gilt", so wie in der Beschreibung dargestellt.
Das diese sich so ausdrücken, ist schon äußerst zweifelhaft.
Kannst du gerne so sehen, ich habs aufm Papier stehen und das auch begründet.
Es sollte hier klar sein, dass ich auch nciht alles auspacke was ich so habe und erlebt habe und sowas. Das ist das Internet. Sollte man verstehen.
Ob die sich so ausdrücken ist egal, gefällt wird solch eine fachliche Einschätzung von denen mit einem Blick in die Kaffeetasse.
Klar, deswegen hast du auch die Fachkompetenz sowas anzuzweifeln.
Dann kann man die ganze Fachrichtung anzweifeln. Zumindest was ich als Patient sagen kann ist das was an Diagnostik bisher kam ein Witz. Mehrere Psychiater und das was getan wurde kann man an einer Hand abzählen.
Nur zum Verständnis: Du willst eine gesamte Fachrichtung anzweifeln, weil meine Diagnose nciht deiner Weltanschauung entspricht?
Dein Therapieverlauf ist nciht meiner, aber auch ich habe die deutsche Gesundheitspolitkm zu spüren bekommt.
Übrigens: Falls Du "einem Blick in die Kaffeetasse." 18 JAhre Diagnose meinst, dann wäre dein Kommentar faktisch richtig.
Nein ich zweifle die Fachrichtung (eigentlich alle) wegen meiner Erfahrungen mit den Ärzten und Therapeuten an. Ich habe selbst seit ca. 15 Jahren offiziell Depression und bin seit 2019 Erwerbsunfähig. Hat aber potentiell wie bei dir wahrscheinlich viel früher begonnen. Wie genau mein Problem eigentlich heißt weiß ich bis heute nicht sicher, da viele sagen Depressionen, einer sagt keine Depressionen, ein anderer sagt, dies und der andere das. Am ende ist es mittelgradige Depression und laut Psychiater gibt es nichts was mir helfen kann. Mir haben auch schon 2 Ärzte in Gesicht gesagt das ihnen mein wohl und Patientenrechte nicht interessieren. Ich denke mal du verstehst meine Ansicht bzgl. Ärzte.
Eines haben sehr viele gemeinsam, Diagnostik war bei denen ein Fremdwort. Die eine Psychiaterin hat schon den Rezeptblock gezückt als ich mich hinsetzte und begann zu reden weshalb ich da bin (Überweisung des Hausarztes zur Diagnostik). Dieses Muster, des nichts tun im Bereich Diagnostik, habe ich überall, daher der Blick in die Kaffeetasse. Ohne Diagnostik kann man genauso gut im Kaffeesatz lesen.
Man kam zu dem Schluss weil man nur Symptome bekämpfen kann und selbst das schwierig ist. Mein Psychiater damals sagte mal "Depression oder andere Krankheiten in der Richtung zu behandeln ist, wie mit Boxhandschuhen Neurochirurgie zu betreiben"
Man weiß noch immer zu wenig, es gibt zu verschiedene Ursachen, zu viele verschiedene Persönlichkeiten etc. Jeder Patient ist komplett anders und was bei einem Besserung bringt schadet dem Nächsten.
Auch wenn man Medis einschmeißt, seinen Hormonhaushalt durcheinanderschmeißt etc. kann das nur dei Symptome lindern, mit Glück. Der Auslöser bleibt. Das ist wie bei Diabetis: Du kannst tabletten oder Spritzen dagegen benutzen aber bist immernoch Diabetiker. Wenn du die Medis absetzt ist oft alles wieder wie vor der Behandlung oder schlimmer.
Was helfen kann ist eine gute Therapie und Ansätze, wie man sei eigenes Denken in bestimmten Momenten lenken kann. Auch Entspannungstechniken können gut helfen (PME ist echt leicht zu lernen)
Wenn der Patient alle bekannten und Erfolg versprechenden Behandlungen durch hat und sich kein Fortschritt gezeigt hat, sind auch Ärzte mit ihrem Latein am Ende.
Hey, ich laber einfach ein bisschen was ich so weiß und meine Erfahrung...
Wie wohl viele hier hab auch ich mit der Diagnose "unheilbar" Schwierigkeiten, und ich will genauer erklären, warum. Ich denke, man kann schon sagen, dass Freude, Überschwänglichkeit die Natur des Lebens sind. Man sieht es bei Kleinkindern...
Das heißt, da ist etwas, das diese Natürlichkeit hindert. Von westlicher Psychologie hab ich nie viel gehalten, und trotz krasser Probleme mich bis heute anders durchgeschlagen. Bin auch jemand, der immer alles verstehen will, und zu Depression hab ich nix gefunden. Nur bei den Wüstenvätern gabs einen "Psychologen", der hat die Ursache für mich gut erklärt. Er sagt, es handelt sich um eine Begehren-Zorn-Verknotung. Find ich ziemlich einleuchtend (sie nannten es Akedia). Denn das sind die beiden Richtungen, in die man gehen kann, nach vorne (Begehren, Anhaften) und zurück/weg davon (Zorn, Abneigung). Sind diese verknotet, ist man wie gelähmt, man kann sich innerlich nicht mehr bewegen.
Der Wüstenvater nennt das den "bedrückendsten aller Dämonen", also das schwerste Hindernis, weil diese lähmende Verknotung einerseits permanent ist (entgegen seiner Einzelteile, man hat ja nicht ständig Angst oder ist ständig wütend, das kommt und geht), und die verschiedenen Stränge des Knotens außerdem sehr komplex sind. Diese Kombination aus Permanenz und Komplexität ist schier überwältigend.
Jene Diagnose kommt also nicht daher, weil es unheilbar ist, sondern daher, weil es das größte Hindernis ist, dem ein Mensch gegenüberstehen kann. (Wird in der spirituellen Literatur öfter so bestätigt) Solche Verknotungen können auch sehr physisch spürbar sein, richtige Knäuel im Magen oder im Kopf...
Die Frage wäre demnach, wie diese Verknotungen gelöst werden können. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das braucht Intensität. Diese finde ich in mehrtägigen Meditations- oder Kontemplationskursen. Klar, das kann krass kommen, gibt wenige Kurse, in denen ich nicht verzweifelt bin, früher vor allem, als ich noch nicht so viel Wissen hatte, aber was soll ich machen... Ich bin nicht jemand, der das akzeptiert, und wenn alle Ärzte dieser Welt mir das sagen würden... Weiß nicht, ob ich noch weiter ins Detail gehen soll... aber wenn die westliche Psychologie offenbar an ihre Grenzen gekommen ist, dann könnte es an der Zeit sein, anderes zu probieren.
Soweit von mir. Als sich die Mönche manchmal in der Wüste trafen, grüßten sie sich mit: "Wo kämpfst Du gerade?"