Meinung des Tages: Macht die Preissteigerung für Euch den Weihnachtsmarktbesuch weniger attraktiv?
(Bild mit KI erstellt)
Ein Schlendern über den Weihnachtsmarkt, gemütlich Glühwein trinken — dieses Jahr könnte das teurer werden, als man denkt.
🎄 Preise steigenMehrere aktuelle Berichte zeigen: Der Durchschnittspreis für eine Tasse Glühwein auf deutschen Weihnachtsmärkten liegt 2025 bei rund 4,54 Euro (ohne Pfand). Das entspricht etwa 7 % mehr als im Vorjahr. Der Preisschub ist keineswegs ein Ausreißer: Seit 2023 liegt der Trend klar nach oben.
Große PreisspannenDie Preise variieren jedoch teilweise stark - in München etwa starten die Preise auf innerstädtischen Märkten teils bei 3,50 Euro - bis hin zur Luxusvariante, welche dann geschlagene 18 Euro kostet. Auch gibt es unterschiede zwischen Großstadtmärkten und kleineren Festen in ländlichen Regionen.
Stimmung & Tradition vs. GeldbeutelDer Weihnachtsmarkt gehört für viele zur Adventszeit dazu — Gemütlichkeit, Tradition, Gemeinschaft. Aber wenn der Glühwein teurer wird, wird der Besuch schnell zum Luxus: mehrere Besuche, Essen, Pfand für Tassen — all das summiert sich. Für Familien oder Menschen mit knappem Budget kann das den festlichen Bummel schnell verhageln.
Heißt das, dass Weihnachtsmärkte bald weniger für alle sind — oder müssen Betreibende und Besucher umdenken?
Unsere Fragen an Euch:- Sollten Weihnachtsmarkt-Betreiber preiswerte Alternativen (z. B. günstigere Getränke, Mehrweg-Tassen ohne Pfandaufschlag) bieten, damit der Markt für alle bleibt?
- Sollte es Preisobergrenzen für bestimmte Getränke oder Speisen geben?
- Sollten Städte stärker eingreifen, um faire Preise vorzugeben?
239 Stimmen
89 Antworten
Wenn ich auf einem Weihnachtsmarkt Lust habe und mir mal was kaufen will, mach ich das auch. Ich gehöre jetzt nicht zu der Fraktion, die zwingend bei jedem Besuch was zum Essen und einen Glühwein kaufen "muss". Daher kommt das sehr auf die Stimmung an. Die Preise sind natürlich hoch, die Verkäufer haben ja auch ihre Standmiete zu bezahlen und stehen da ja auch in der Kälte stundenlang die Beine in den Bauch. Ich z.B. kaufe gerne mal ein Gläschen Honig aus eigener Imkerei wenn vorhanden, oder eine schöne Wachskerze, die ich mir dann Zuhause anzünde.
Glühwein kaufe ich mir im Supermarkt (Rewe hat eine super Auswahl, vor allem der gute Heidelbeerglühwein vom Nagler) und genieße den nach dem Weihnachtsmarkt Zuhause im Warmen, bei schönem Kerzenlicht. Schmeckt auch besser als der über Stunden warmgehaltene Tetrapak-Glühwein auf den Märkten. Dann noch nebenbei ein schönes Weihnachtsfilmchen anmachen und ein Stück Baumkuchen - was will man denn mehr?
Ja klaro, ich bin jetzt auch nicht so ein regelmäßiger Weihnachtsmarktgänger, der mehrmals in der Woche auf einen geht. Ich gehe vielleicht 1-2x und das wars. Wenn ich da einen Punsch will, hol ich ihn mir einfach mal, egal ob 3,50€ oder 7€. Und wenn nicht, dann hald nicht.
8,50€ (ohne Pfand) ist meine oberste Schmerzgrenze, denn es ist ja eigentlich wirklich nur ein billiger Tetrapak-Glühwein, der über Stunden warm gehalten wird. Kenne niemanden, der den selber dann komplett "braut". Die kaufen den alle billig ein, damit sie möglichst viel Gewinn machen...
Hat schon einmal ein Jahr gegeben wo es nicht teurer geworden ist.
Diese Schlagzeilen langweilen doch:
noch nie war das Bier auf dem Oktoberfest so teuer wie dieses Jahr.
Kann man cut&paste seit 200 Jahren als Schlagzeile verwenden.
Wir gehen gerne auf Weihnachtsmärkte und fahren auch gerne mal etwas weiter, um dafür auf einem gemütlicheren Markt dann zu landen 😊
Und ob der Glühwein nun 3 Euro oder 5 Euro kostet, ist uns relativ egal. Sooo viel trinken wir ja auch nicht. Solange die Stimmung an sich passt, ist es doch ok.
Mit dem Tassenpfand ist mir relativ egal. Aber auf einigen Märkten ist es manchmal ungünstig, wenn jeder Stand seine eigenen Tassen hat und man rumläuft und am Ende wieder den einen Stand suchen muss.
Die Preise sollten fair bleiben und mit gesundem Menschenverstand sollte man auch in der Lage sein, einschätzen zu können, wann etwas wirklich zu teuer ist und wann der Preis noch gerechtfertigt ist.
Der Glühwein hat letztes Jahr hier 5€ gekostet und kostet es dieses Jahr wieder. Da hat es sich nicht verändert. Die Bratwurst im Brötchen war auch gleich teuer, auf den Rest habe ich nicht geachtet.
- Sollten Weihnachtsmarkt-Betreiber preiswerte Alternativen (z. B. günstigere Getränke, Mehrweg-Tassen ohne Pfandaufschlag) bieten, damit der Markt für alle bleibt?
Der Pfandaufschlag ist doch durch Mehrweg-Tassen. Den bekommt man hinterher, wenn man den Becher abgibt, zurück. Muss man zwar vorher auslegen, kostet aber genug 0€, da man es zurück bekommt.
- Sollte es Preisobergrenzen für bestimmte Getränke oder Speisen geben?
Wie soll man die setzen, wenn sich Platzmieten, Einkaufspreise für die Waren, Personalkosten usw. ständig verändern? Zudem der Stand auf dem bekannten Nürnberger Weihnachtsmarkt sicher eine ganz andere Miete hat, als auf dem 5-Stünde Markt im Dorf am Ar*** der Welt, also auch ganz andere Preise abrufen muss, um das bezahlen zu können.
- Sollten Städte stärker eingreifen, um faire Preise vorzugeben?
Die sind es doch, die die Standmieten festlegen und damit wesentlich mit zu Preisen beitragen. Zudem führt das doch eher dazu, dass am Ende die kleineren versteckten die gleichen hohen bekommen, wie die großen Touri-Märkte im Stadtzentrum, am Ende verlieren also vermutlich wieder nur die Kunden und zahlen bei den jetzt günstigeren drauf.
Sollten Weihnachtsmarkt-Betreiber preiswerte Alternativen (z. B. günstigere Getränke, Mehrweg-Tassen ohne Pfandaufschlag) bieten, damit der Markt für alle bleibt?
Das ist wieder der übliche Kinderglaube, dass man Preise "regulieren" könne. Die Preise steigen ja nicht deswegen, weil die Standbetreiber sich die Taschen vollmachen, sondern sie steigen, weil die Auflagen, Standgebühren, Sicherheit etc. teurer geworden sind. Die Betreiber in die Haftung zu nehmen ist der falsche Ansatz, denn die sind nicht verantwortlich.
Sollte es Preisobergrenzen für bestimmte Getränke oder Speisen geben?
Auf gar keinen Fall. Ein Stand muss für einen Standbetreiber profitabel sein, ein Betreiber ist kein Sozialamt. Wenn sich der Betrieb nicht lohnt, wird es keinen Stand geben.
Sollten Städte stärker eingreifen, um faire Preise vorzugeben?
Planwirtschaft hat noch nie funktioniert. Ein Preis ist genau dann "fair", wenn er für beide Seiten, Verkäufer und Käufer, akzeptabel ist. Es wird immer Käufer geben, die sich ein bestimmtes Produkt nicht leisten können - das hat nichts mit Fairness zu tun. Nennt sich Marktwirtschaft. Wie gesagt, ein Preis muss sich auch für den Verkäufer lohnen; und die Konkurrenz sort dafür dass die Preise nicht zu hoch werden. Das es auf Weihnachtsmärkten kein Anbietermonopol gibt, ist wohl von einem funktionierenden Markt auszugehen.
Ich schaue nicht wirklich nur auf den Preis 5.6euro ist heutzutage normal aber für mich muß die aura und Stimmung passen dann gehe ich auch