Pflaster für die zerstörte Maus - kennt ihr noch ähnliche reale Geschichten mit schönen Gesten nach schlechten Ereignissen?
In Köln hat jemand die Figur der Maus in Brand gesteckt :-( Das ist erst mal sehr traurig und ich verstehe wirklich nicht, warum man so etwas macht :-(
Süß finde ich hingegen, dass Menschen Pflaster auf die Brandstelle geklebt haben :-)
Hier kann man es nachlesen: https://www1.wdr.de/nachrichten/maus-figur-brand-100.html
Zwei weitere Beispiele fallen mir noch ein, die beide mit deutlich dramatischeren Ereignissen in Verbindung stehen.
- Die Hilfsbereitschaft der Menschen in der Kleinstadt Gander in Neufundland, wohin Flugzeuge nach 9/11 umgeleitet wurden. (Gibt sogar ein Musical drüber: Come From Away)
- In einer Doku über die Anschläge 2007 in London hat eine Mutter, die ihre Tochter verloren hat, erzählt wie sie sich nach einer öffentlichen Schweigeminute ein Taxi nehmen musste, weil sie es nicht über sich gebracht hat, in die U-Bahn zu steigen. Der Taxifahrer, der sie eigentlich nur bis zur Paddington Station fahren sollte, fragte sie, ob das mit dem Zug wirklich für sie geht und wo sie hin muss. Er hat sie dann gefahren. Als sie fragte, was sie ihm schuldig ist, hat er gesagt nur einen Gefallen: Sie soll nicht vergessen, dass es mehr gute als schlechte Menschen gibt.
Kennt ihr ähnliche reale Geschichten, egal ob es um eher kleine Dinge geht wie bei der Maus oder um schwerwiegender Ereignisse wie in den anderen Beispielen? Der wichtige Punkt ist dafür mich die darauffolgende schöne Geste.
1 Antwort
Es gibt bei Reader's Digest einen schönen Artikel mit 17 Geschichten aus dem Alltag, die hab ich mir vor ner Weile mal als Inspiration gespeichert und musste gerade daran denken:
Am besten gefällt mir Nummer 15:
Ich war gerade mit unserem ersten Kind im fünften Monat schwanger, als eines Tages seine Herztöne verstummten. Der Verlust unseres Babys hinterließ bei mir einen abgrundtiefen Schmerz. Die Tage verstrichen, und ich machte mir große Sorgen über die Rückkehr an meinen Arbeitsplatz. Ich bin Lehrerin an einer weiterführenden Schule und konnte mir nicht vorstellen, wieder vor Kindern zu stehen. Nach vier Wochen betrat ich zum ersten Mal wieder mein leeres Klassenzimmer. Ich schaltete das Licht ein, und an den Wänden hingen 100 Schmetterlinge aus Papier. Auf jeden einzelnen davon hatten meine derzeitigen und ehemaligen Schüler ermutigende Botschaften geschrieben: „Gehe immer vorwärts“, „Vertraue auf Gott“ und „Vergiss nicht: Wir lieben dich“. Das war genau das, was ich damals brauchte.