Meinung des Tages: KBV-Chef und DKG für mehr Eigenbeteiligungen im Gesundheitssystem - was denkt Ihr darüber?

Ich halte (gar) nichts von mehr Eigenbeteiligung, da... 67%
Ich halte mehr Eigenbeteiligung (teils) für sinnvoll, weil.. 21%
Andere Meinung zum Thema: 12%

114 Stimmen

43 Antworten

Ich halte (gar) nichts von mehr Eigenbeteiligung, da...

Erinnert ihr euch noch an die Zeit der "Praxisgebühr"? War dummerweise auch meine Zeit des Jobcenters. Arztbesuch oder ein - zwei Tage Essen war da die Frage und selbst wenn man beim Arzt war gabs und gibt es noch Zuzahlung auf Rezepte. Und kommt mir nicht mit Freistellung, denn die gibts erst wenn man schon seinen Teil gezahlt hat was nichts bringt wenn man nichts zahlen kann.

Mit "Sozialstaat" hatte das in meinen Augen wenig zu tun.


euphonium  29.12.2025, 10:04

Warum sollen wieder nur die "Kleinen" Zahlen bluten? Wo bleibt die Solidarität der Politiker und vor allem, wo bleibt die Beteiligung der Pharmaindustrie? Sie kann für ihre Arzneien bei uns in Deutschland Preise verlangen, die völlig überzogen sind, während dasselbe Mittel im Ausland nur einen Bruchteil davon kostet.

verreisterNutzer  29.12.2025, 10:08
@euphonium

Weißt du was Kapitalismus ist? Dann weißt du, wieso Dinge so sind, wie sie sind und warum das keine Fehler sind, sondern Folgen.

tomaushamburg  29.12.2025, 14:50
@euphonium

hast Du eine Vorstellung davon, wieviele Entwicklungs- und Versuchsreihen notwendig sind, bevor ein neues Medikament marktreif ist? Die Pharmaindustrie braucht das Geld, und im übrigen sind Unternehmen keine Wohlfahrtseinrichtungen. Außerdem gibt es kaum noch deutsche Pharmaunternehmen, und auch die, die es gibt, entwickeln und produzieren fast nur noch im Ausland. Entweder kann die Pharmaindustrie bei uns Geld verdienen, oder wir sind dann eben auf ausländische Firmen angewiesen.

euphonium  29.12.2025, 16:05
@tomaushamburg

Ich weiss, was an Entwicklungs- und Versuchskosten anfallen. Ich weiss auch, dass es (leider) nur noch wenige deutsche Firmen dafür gibt. Ich weiss auch, was Kapitalismus bedeutet. Ich weiss aber auch, dass ein großer Teil unserer Bürger sich an den sozialen Einzahlungen nicht beteiligt.
Müssen z.B. Krankenhäuser und Kliniken privatisiert werden, sollte das nicht in öffentlicher Hand sein?

Was ich angesprochen habe, ist auch nur ein Teil, warum die Überlegungen einer Praxisgebühr wieder aufkommt. Warum werden Beamte und privatversicherte nicht miteinbezogen?
Auch für micgibt es keine Ideallösung, aber es sollten sich alle Beteiligten daran beteiligen.

tomaushamburg  29.12.2025, 16:31
@euphonium

nun, "beteiligt" (zumindest an den Kosten) sind auch die Bürgergeldempfänger, von denen nicht wenige arbeiten könnten, aber nicht wollen.

GrumpyDan  29.12.2025, 16:52
@tomaushamburg

Im Gegenteil. Der Anteil der Arbeitsverweigerer ist gering. Aber glaub ruhig was besser in dein Weltbild passt 😉

euphonium  29.12.2025, 19:24
@tomaushamburg

Was nennst du "nicht wenige"? Wer sind denn diese nicht wenige? An wen denkst du dabei und wieviel machen sie deinen Erkenntnissen nach aus, also was du durch Recherche erfahren hast?

Photon123  29.12.2025, 12:55

War ne lustige Zeit. Da war ich auch beim Jobcenter und hatte am Ende so viele Zettel, dass ich mir daraus einen Umhang / Mantel gebaut hab. Die Gebühr musste man auch nur 1x alle 3 Monate zahlen soweit ich noch weiss.

Andere Meinung zum Thema:

Ganz entschieden nein, sowas hatten wir schon.

Den Bürger immer mehr belasten und weniger Leistung bieten.

Ich halte (gar) nichts von mehr Eigenbeteiligung, da...

Da sind wieder die chronisch Kranken, die regelmäßig mehrmals im Monat zu m Arzt müssen die gelackmeierten. Und wie immer nur die gesetzlichen abkassieren, was selbstverständlich Politiker Beamte und Besserverdiener zum Großteil wieder nicht betrifft. Immer auf die Schwächsten, und das nennt sich dann Sozialstaat.


verreisterNutzer  29.12.2025, 10:11

Ein System, was auf Ungleichheit programmiert ist, erzeugt dann notwendigerweise auch Ungleichheit.

Andere Meinung zum Thema:

Für manche sind 3, 4 Euro pro Arztbesuch ein Klacks.
Andere werden vielleicht (noch) weniger zum Arzt gehen, als sie es schon jetzt machen.

Hier werden keine Barrieren abgebaut, sondern vielmehr verstärkt.

Ob dieser Vorschlag tatsächlich das Problem löst, wage ich zu bezweifeln.

Ich halte (gar) nichts von mehr Eigenbeteiligung, da...

Davon halte ich gar nichts. Wenn die Leute noch seltener zu Vorsorgeuntersuchungen gehen und Krankheiten erst später erkannt werden, ist auch niemandem geholfen.


verreisterNutzer  29.12.2025, 10:12

Ja doch, der Pharmaindustrie ist geholfen und dem Rentensystem.